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Testament erstellen - Fachbegriffe und was du wissen solltest

Mit deinem Testament kannst du bestimmen, was nach deinem Tod mit deinem Vermögen passiert. 

Unabhängig von deinem Alter oder deiner aktuellen Situation kannst du so die Kontrolle über deine Finanzen übernehmen und deine Angehörigen absichern. 

Du hast verschiedene Optionen zur Erstellung eines Testaments. Eine einfache Google-Suche ergibt unzählige 'DIY-Vorlagen'. Wenn deine Nachlassplanung nicht sehr kompliziert ist, könnte das ein schneller und einfacher Weg sein. 

Wenn dein Nachlass jedoch komplexer ist, ist es wichtig, dich rechtlich und finanziell beraten zu lassen. Zum Beispiel kann ein:e Notar:in ein Testament nach deinen Anweisungen aufsetzen oder dein bestehendes Testament überprüfen. 

Wie viel kostet ein Testament? 

Im Durchschnitt kostet die Nachlassregelung beim Notar zwischen 1'000 und 2'500 CHF, je nach Kanton. Das wird weitgehend davon bestimmt, wie viel während des Prozesses organisiert werden muss. 

Welche Schlüsselbegriffe solltest du kennen?

  • Begünstigte: Alle, die in deinem Testament nach deinem Tod etwas erben, werden als 'Begünstigte' bezeichnet.

 

  • Willensvollstrecker:in: Die Person, die du als Wilensvollstrecker:in wählst, wird deinen Willen und deine Wünsche nach deinem Tod ausführen. Wenn du eine:n Notar:in mit dem Schreiben deines Testaments beauftragst, kann diese:r auch das Testament vollstrecken - oder eine andere Person.

 

  • Kodizill: Die offizielle Änderung deines Testaments. Wenn du zum Beispiel deine Meinung änderst, was ein bestimmtes Familienmitglied erben soll, musst du dein Testament rechtlich ändern. 
  • Parentelen: Wenn kein Testament vorliegt, kommt in der Schweiz die gesetzliche Erbfolge zum Tragen. Parentelen sind die Gruppen, in die die Verwandten der verstorbenen Person eingeteilt werden, um die Erbreihenfolge festzulegen. 

 

  • Erbschaftssteuer: Nach deinem Tod wird dein Nachlass besteuert, bevor er an deine Begünstigten weitergegeben wird. 

Was muss dein Testament enthalten?

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Was besitzt du?

  • Erstelle eine Liste aller Vermögenswerte, die du zurzeit besitzt. 
  • Eigentum, Autos und persönliche Gegenstände sind alle Vermögenswerte. Ebenso dein Geld auf all deinen Bankkonten, Investitionen und Aktien. 
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Wie hoch sind deine Schulden?

Im Todesfall werden allfällige Schulden von deinem Nachlass abgezogen, bevor dieser an deine Begünstigten geht. Deshalb ist es wichtig, die Kontrolle über deine Finanzen zu behalten und sicherzustellen, dass du deinen Angehörigen keine unnötigen Schulden hinterlässt. 

Wenn du ein Testament erstellst ist es super, wenn du dich schon auf deine organisierte Budget-Planung verlassen kannst. Dann hast du nämlich auch den Überblick über all deine Vermögenswerte. 

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Ausserdem

Bei der Testamentserstellung gibt es einiges zu beachten: 

  • Wer kümmert sich um deine minderjährigen Kinder? 
  • Was passiert, wenn die Personen, die du als Begünstigte angegeben hast, vor dir sterben?
  • Möchtest du einen Teil deines Vermögens für einen guten Zweck an eine Organisation vermachen?

Was ist mit der Erbschaftssteuer?

Erbschaftssteuern sind kompliziert - und auch ziemlich unbeliebt. Lebenslange Sparsamkeit wird so eher bestraft. 

Am besten informierst du dich also schon jetzt, da je nach Aufteilung und Vermögen unterschiedliche Steuern anfallen. 

Ehegatten und eingetragene Partner:innen müssen zum Beispiel keine Erbschaftssteuern zahlen. In zwei Kantonen, Obwalden und Schwyz, gibt es sogar überhaupt keine Erbschaftssteuer. 

Hier findest du mehr Infos und eine gute Übersicht.

Was passiert, nachdem ich das Testament geschrieben habe?

Sobald du dein Testament aufgesetzt hast, hast du den kompliziertesten Teil hinter dir. Damit dein Testament rechtsgültig wird, muss es in Anwesenheit von zwei volljährigen Zeug:innen unterzeichnet werden. Diese müssen das Testament wiederum ebenfalls in deiner Anwesenheit unterzeichnen. 

Nach der Unterzeichnung bewahrst du das Testament an einem sicheren Ort auf. Vor allem der oder die Willensvollstrecker:in sollte wissen, wo genau du das Dokument deponiert hast - du willst ja nicht, dass deine Wünsche ignoriert werden, weil niemand unten links im Kleiderschrank nachgeschaut hat. 

Wo kann man ein Testament aufbewahren?

  • Bei einem Notariat oder auf der Bank. 
  • Bei der zuständigen Amtsstelle des Kantons (Gemeindeverwaltung, Erbschaftsamt, Bezirksgericht oder Amtsnotariat).

"Wer ein Testament einer verstorbenen Person auffindet, ist gesetzlich verpflichtet, es der Amtsstelle zu übergeben. Das nützt jedoch wenig, wenn sich der Finder nicht daran hält, weil das Testament zu seinen Ungunsten ausgefallen ist. Sein Testament sollte man deshalb nicht zu Hause aufbewahren."

Weitere Tipps dazu beim VermögensZentrum

Sobald dein Testament rechtlich vollständig ist, solltest du es mindestens alle 5 Jahre überprüfen - oder früher, wenn es zu grossen Veränderungen in deinem Leben kommt. Zum Beispiel, wenn du heiratest oder dich scheiden lässt, wenn du umziehst, der oder die Testamentsvollstrecker:in oder von dir benannte Begünstigte sterben.

Wie kann ich sonst für später planen?

Am 20. Juli findet unser Deep Dive: Funding your retirement (auf Englisch statt). Und im Herbst veröffentlichen wir unseren Schweizer Vorsorge Booster als On-Demand-Kurs. Stay tuned!

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