Skip to main content

LGBTQ+ Lohngefälle und Arbeitslosigkeit

This content is not yet translated into the current language.

LGBTQ+ Lohngefälle und Arbeitslosigkeit

Trotz aller Versuche, die LGBTQ+ Menschen gleichzustellen, ist das leider in der Schweiz weiterhin oft eine theoretische Sache, die zwar auf dem Papier existiert, in der Praxis aber so nicht umgesetzt wird.

Oft werden LGBTQ+ Menschen weniger hoch bezahlt oder sind häufiger arbeitslos. Wir werden uns heute einmal genauer ansehen, warum das so ist, welche Auswirkungen das hat und was gemacht werden muss, um diesen Missstand abzuschaffen.

Was bedeutet das Lohngefälle?

Mit dem Lohngefälle wird bezeichnet, dass gewisse Gruppen von Menschen in der Schweiz bei gleicher Leistung und gleicher Stellung in einem Unternehmen schlechter bezahlt werden als andere.

Oft werden homosexuelle Männer schlechter bezahlt als ihre heterosexuellen Kollegen. Homosexuelle Frauen allerdings verdienen oft mehr als heterosexuelle Frauen.

In der Schweiz gibt es eigentlich das Gleichstellungsgesetz, das aber oft nicht in der Praxis umgesetzt wird.

Ein weiterer Faktor, den es zu beachten gibt, ist, dass es in der Schweiz keinen Eintrag für Transgender in der Schweiz gibt. Du bist entweder Mann oder Frau, dazwischen gibt es dann nichts. Das bedeutet, wenn du als Transgender dich als Mann fühlst, aber eine Frau bist, fällst du genau in der Gender Pay Gap, nach dem Frauen in der Schweiz ca. 20% weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen bei gleicher Leistung, gleicher Erfahrung und gleicher Stellung im Unternehmen.

Oft werden diese Unterschiede erklärt durch angebliche Erfahrungsmängel oder andere Arbeit. Das ist natürlich Quatsch, das weisst du genauso wie wir. Das sind Dinge, bei denen die Schweiz unbedingt aufholen muss.

Aktuell gibt es in der Schweiz laufende Diskussionen und Bemühungen, einen dritten geschlechtlichen Eintrag erstellen zu können, damit die rechtliche Anerkennung von transgender Personen oder nicht-binären Personen verbessert werden kann.

LGBTQ+ und Arbeitslosigkeit

Es gibt erstaunlicherweise in der Schweiz keine offiziellen Daten hinsichtlich der Beschäftigungsrate von LGBTQ+ Menschen. Alleine das zeigt schon, dass es hier seitens des Staates keine Anerkennung der unterschiedlichen sexuellen Ausrichtungen gibt.

Der Staat entschuldigt das Fehlen dieser Daten mit der Tatsache, dass es eine Gleichstellung ist. Fakt ist allerdings, dass es verschiedene inoffizielle Umfragen gibt, nach denen homosexuelle Frauen und Männer gerade einmal zu 80% in der Schweiz beschäftigt sind und gerade einmal 60% der Transgender Personen.

Gründe der Arbeitslosigkeit sind oft die leider immer noch vorherrschenden Diskriminierungen am Arbeitsplatz. Das ist zwar in der Schweiz nicht gestattet und die Firmen sind dazu aufgefordert, einen Regelkatalog zu erstellen, wenn solche Fälle vorkommen. Es ist aber unter Kollegen immer noch so, dass die sexuelle Ausrichtung zu einem Thema wird, wenn sie nicht der sogenannten Norm entspricht. LGBTQ+ Menschen müssen sich dann mit Witzen und Vorurteilen auseinander setzen und entscheiden sich manchmal aus diesen Gründen eher dazu, keiner Arbeit nachzugehen oder sich selbstständig zu machen.

Dieser Missstand hat dann leider auch zur Folge, dass LGBTQ+ Menschen eine weniger hohe Altersrente erhalten aufgrund der fehlenden Zahlungen in die Rentenkassen.

Es ist wichtig anzumerken, dass die Schweiz Gesetze und Bestimmungen hat, die Diskriminierung am Arbeitsplatz verbieten, einschliesslich Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität. Das Gleichstellungsgesetz und das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen bieten einen gewissen rechtlichen Schutz für LGBTQ+-Menschen.

Dennoch ist es unbestreitbar, dass Herausforderungen und Diskriminierung weiterhin bestehen können. Die Schaffung von inklusiven Arbeitsumgebungen und die Sensibilisierung für LGBTQ+-Themen sind wichtige Schritte, um Diskriminierung zu bekämpfen und Chancengleichheit zu fördern.

Es gibt auch Organisationen, NGOs und LGBTQ+-Unterstützungsnetzwerke in der Schweiz, die sich für die Rechte und das Wohlbefinden von LGBTQ+-Menschen einsetzen. Wir hoffen, dass sie die Missstände verbessern können.

Was muss der Schweizer Staat verbessern für LGBTQ+ Menschen?

Obwohl die Schweiz bereits Schritte unternommen hat, um die Rechte von LGBTQ+ Menschen zu schützen, gibt es weiterhin Verbesserungen, die angestrebt werden können. Hier sind einige Bereiche, die in der Schweiz zur Förderung der Gleichstellung und des Wohlbefindens von LGBTQ+-Menschen verbessert werden könnten:

1. Rechtliche Anerkennung:

Die Einführung eines dritten geschlechtlichen Eintrags im Personenstandsregister würde Transgender- und nicht-binären Personen ermöglichen, ihre Identität rechtlich anzuerkennen. Eine klare rechtliche Anerkennung erleichtert den Zugang zu Dienstleistungen, Bildung und Beschäftigungsmöglichkeiten.

2. Diskriminierungsschutz:

Es könnten spezifische Gesetze erlassen werden, die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität in allen Lebensbereichen, einschliesslich Beschäftigung, Unterkunft, Bildung und Gesundheitsversorgung, verbieten.

3. Inklusive Bildung:

Es ist wichtig, dass Bildungseinrichtungen in der Schweiz ein sicheres, unterstützendes und inklusives Umfeld für LGBTQ+ Studierende schaffen. Die Integration von LGBTQ+-themen in den Lehrplan und die Schulung von Lehrkräften zur Sensibilisierung für LGBTQ+-Fragen sind entscheidend.

4. Sensibilisierung und Aufklärung:

Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärungskampagnen können dazu beitragen, Vorurteile und Stereotypen gegenüber LGBTQ+ Menschen abzubauen und das Bewusstsein für ihre spezifischen Bedürfnisse zu schärfen. Dies könnte zur Schaffung eines inklusiven und unterstützenden gesellschaftlichen Klimas beitragen.

5. Zugang zu Gesundheitsversorgung:

Es ist wichtig, dass LGBTQ+ Menschen Zugang zu geschlechtssensibler Gesundheitsversorgung haben, einschliesslich angemessener medizinischer Versorgung, psychischer Unterstützung und geschlechtsangleichenden Massnahmen. Die Schulung von Gesundheitsfachkräften zur Bereitstellung von sensibler und kompetenter Versorgung ist von grosser Bedeutung.

6. Unterstützungsnetzwerke:

Die Förderung von LGBTQ+-Unterstützungsorganisationen und -netzwerken, die Ressourcen, Beratung und Unterstützung anbieten, ist entscheidend, um die Gemeinschaft zu stärken und LGBTQ+ Menschen zu helfen, sich sicher und akzeptiert zu fühlen.
 

Wie du sehen kannst, gibt es viele Dinge, die weiter verbessert werden müssen für die rechtliche Anerkennung und Gleichstellung von LGBTQ+ Menschen.

Welche weiteren Dinge findest du, um die Situation für LGBTQ+ Menschen zu verbessern?

Upcoming events

  • Makala Green sitting in front of money

    Recession proof your life

    VIP Masterclass with Makala Green, author and finance TV personality. Available with VIP sub.

  • Olga Miler with money

    Plan for a 100 year life

    Get practical tips to make your money last for a lifetime! Available with VIP sub.