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Gesundheitsversorgung und -vorsorge für LGBTQ+ Menschen

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Gesundheitsversorgung und Gesundheitsvorsorge für LGBTQ+ Menschen

Grundsätzlich haben Menschen allen Geschlechts in der Schweiz den gleichen Zugang zur Gesundheitsversorgung und auch der -vorsorge. Dabei wird bei der sexuellen Orientierung kein Unterschied gemacht.

Trotz allem ist es für LGBTQ+ Menschen manchmal doch etwas anderes, denn sie sehen sich mit anderen Themen konfrontiert oder mit anderen gesundheitlichen Problemen, als die meisten heterosexuellen Menschen.

Bei uns erfährst du heute, welche Dinge das sind und was getan werden kann.

Grundsätzliches zur Krankenversorgung in der Schweiz

Gemäss dem schweizerischen Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) besteht in der Schweiz eine Versicherungspflicht für alle Einwohner:innen. Jeder muss eine Grundversicherung abschliessen, die einen umfassenden Leistungskatalog abdeckt. Die Grundversicherung wird von privaten Krankenversicherungsunternehmen angeboten, die gesetzlich vorgeschriebene Mindeststandards einhalten müssen.

Die Prämien für die Krankenversicherung werden individuell festgelegt und hängen vom Wohnort, dem Alter und dem gewählten Versicherungsmodell ab.

Die Schweiz verfügt über ein gut ausgebautes Gesundheitsversorgungssystem mit einer Vielzahl von öffentlichen und privaten Krankenhäusern, Kliniken, Arztpraxen und Spezialist:innen. Die medizinische Versorgung ist auf einem hohen Niveau, und die Schweizer Krankenhäuser sind mit modernster medizinischer Technologie ausgestattet.

Der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist in der Schweiz für alle Einwohner:innen gewährleistet. Es gibt keine Wartezeiten für dringende medizinische Behandlungen, und die Versorgung ist in der Regel effizient und zeitnah. Die Patient:innen haben das Recht, ihre Ärzt:innen frei zu wählen und können sich in der Regel auf eine qualitativ hochwertige medizinische Betreuung verlassen.

Die Kosten für die Gesundheitsversorgung in der Schweiz sind jedoch vergleichsweise hoch. Neben den obligatorischen Krankenversicherungsprämien müssen die Einwohner:innen zusätzliche Kosten wie Selbstbehalte und Kostenbeteiligungen tragen. Dennoch wird in der Schweiz viel Wert auf eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung gelegt.

Die Gesundheitsversorgung in der Schweiz gilt als eine der besten der Welt. Das Gesundheitssystem in der Schweiz ist durch eine Kombination aus öffentlicher und privater Finanzierung geprägt und basiert auf dem Prinzip der obligatorischen Krankenversicherung.

Wer übernimmt die Kosten für eine Geschlechtsumwandlung?

Transgender Menschen möchten oft eine Operation für eine Geschlechtsumwandlung machen. Die Kosten in der Schweiz liegen hierfür bei ca. 25.000 CHF.

Die Kosten dafür übernimmt im Zweifel die Krankenkasse. Das bedeutet aber für diese Person, eine Therapie zu durchlaufen. Hier muss ganz klar dargestellt werden, dass diese Person in der psychischen Verfassung für eine Geschlechtsumwandlung ist.

In der Schweiz gibt es aktuell drei Kliniken, die diese Operationen durchführen. Sie sitzen in Basel, Zürich und Lausanne.

LGBTQ+ Menschen sind häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen

Das ist ein weiterer Faktor, der für die Krankenkasse zum Tragen kommt. LGBTQ+ Menschen sind häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen als Heterosexuelle. Der Grund liegt oft in Diskriminierung und schwererer Stellung in der Gesellschaft.

Es existiert ein erhöhtes Krebsrisiko

Man weiss nicht genau, warum es der Fall ist, aber lesbische oder bisexuelle Frauen haben ein höheres Risiko an Krebs zu erkranken. Sie erkranken häufiger an Brust- Gebärmutterhals- und Eierstockkrebs als heterosexuelle Frauen, weil sie nicht so häufig zu Vorsorgeuntersuchungen gehen. Und genau das weiss niemand, warum sie das nicht tun.

Ein Grund kann die Angst vor Zurückweisung sein oder der Darlegung ihrer sexuellen Ausrichtung.

HIV

Leider ist es immer noch so, dass mehr homosexuelle Männer an HIV erkranken. Das ist natürlich auch ein grosser Faktor für die Krankenkassen.

Hier werden auch häufiger Medikamente verabreicht, die eine Ansteckung verhindern sollen.

Fruchtbarkeitsbehandlungen

Wenn LGBTQ+ Menschen eine Familie gründen möchten, haben sie oft das Problem, dass die Krankenkassen eine Fruchtbarkeitsbehandlung nicht übernehmen möchten. Es kann sogar sein, dass sie keinen Anspruch auf Leistungen hinsichtlich von Unfruchtbarkeit erhalten können. Eine solche Behandlung würde ca. 10.000 CHF kosten.

Ein kleines Licht am Horizont

In den letzten Jahren wurden in der Schweiz einige Fortschritte erzielt, um die Gesundheitsversorgung für LGBTQ+ Personen zu verbessern. Einige Krankenversicherungsunternehmen haben spezifische Versicherungspakete entwickelt, die auf die Bedürfnisse von LGBTQ+ Personen zugeschnitten sind. Diese Pakete können zusätzliche Leistungen wie psychologische Beratung, Hormontherapie oder geschlechtsangleichende Operationen umfassen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle Versicherungen diese spezifischen Pakete anbieten, und die Verfügbarkeit solcher Leistungen kann von Versicherung zu Versicherung variieren.

Darüber hinaus gibt es in der Schweiz Organisationen und Netzwerke, die sich für die Gesundheitsversorgung und das Wohlergehen von LGBTQ+ Personen einsetzen. Sie bieten Informationen, Beratung und Unterstützung zu Fragen der sexuellen und geschlechtlichen Gesundheit sowie zu spezifischen Anliegen von LGBTQ+ Personen im Gesundheitssystem.

Trotz dieser Fortschritte gibt es jedoch weiterhin Herausforderungen und Diskriminierung im Gesundheitswesen, mit denen LGBTQ+ Personen konfrontiert sein können. Dies umfasst mögliche Vorurteile oder Unwissenheit seitens medizinischer Fachkräfte sowie Hindernisse beim Zugang zu geschlechtsangleichenden Behandlungen oder spezialisierten Diensten. Es wird jedoch daran gearbeitet, diese Barrieren abzubauen und die Gesundheitsversorgung für LGBTQ+ Personen weiter zu verbessern.

Es ist ratsam, sich bei spezifischen Fragen zur Krankenversicherung und medizinischen Versorgung als LGBTQ+ Person in der Schweiz an entsprechende Beratungsstellen oder LGBTQ+-Organisationen zu wenden, um genaue und aktuelle Informationen zu erhalten, die auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Auch wenn die Schweiz noch jede Menge zu tun hat, ist sie doch mittlerweile auf einem guten Weg. Die Anerkennung dieser Menschen ist ein erster Schritt, nun werden bereits die nächsten Schritte unternommen, um auch auf alle Bedürfnisse eingehen zu können und diese in die Gesellschaft zu integrieren.

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