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LGBTQ+ in der Arbeitswelt

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LGBTQ+ in der Arbeitswelt

Die LGBTQ+-Gemeinschaft (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer) hat in den letzten Jahren grosse Fortschritte in Bezug auf die Rechte und Akzeptanz in der Arbeitswelt erzielt. Dennoch gibt es immer noch Herausforderungen, mit denen LGBTQ+-Menschen am Arbeitsplatz konfrontiert sein können.

Wir möchten heute einmal genauer darüber sprechen, was diese Herausforderungen sind.

Benachteiligung in der Arbeitswelt

Die "Fédération Genevoise des Associations LGBT"  hat in einer vom SGB unterstützten Studie aufgezeigt, dass Trans-, Bi- und Homosexuelle am Arbeitsplatz weiterhin benachteiligt werden trotz aller Anstrengungen, sie gleichzustellen.

Leider wird immer noch jede dritte Kündigung von Transgender Personen ganz klar mit deren Geschlechtsidentität begründet. Auch die Arbeitslosenquote liegt in diesem Bereich weiter über dem Durchschnitt der Bevölkerung mit ca. 20%.

Im jährlichen „Rainbow Europe Ranking“ liegt die Schweiz gerade einmal auf Platz 26. Es besteht also noch sehr viel Nachholbedarf, was das Thema Gleichstellung angeht.

Welches sind genau die Benachteiligungen, die es in der Arbeitswelt gibt?

Leider sind die Herausforderungen und Benachteiligungen von LGBTQ+ Menschen vielfältig. Mittlerweile gibt es aber umfangreiche Arbeitskataloge, die es in die Tat umzusetzen gilt. Das gilt im Übrigen nicht nur für die Schweiz.

Antidiskriminnierungsgesetze: Viele Länder haben Gesetze erlassen, die es illegal machen, LGBTQ+-Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität am Arbeitsplatz zu diskriminieren. Solche Gesetze bieten einen rechtlichen Schutz vor Diskriminierung bei Einstellungen, Beförderungen, Gehaltsfragen und anderen Aspekten der Beschäftigung. Sie geben LGBTQ+-Menschen das Recht, offen und ohne Angst vor negativen Konsequenzen ihre Identität am Arbeitsplatz zu leben.

Inklusion und Vielfalt: Immer mehr Unternehmen setzen sich für Vielfalt und Inklusion am Arbeitsplatz ein. Sie erkennen den Wert unterschiedlicher Perspektiven, Hintergründe und Erfahrungen an und schaffen eine Umgebung, in der sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter akzeptiert und respektiert fühlen. Unternehmen entwickeln Programme zur Sensibilisierung und Schulung, um Diskriminierung zu verhindern und ein inklusives Arbeitsumfeld zu fördern.

Gleichstellung existiert nur auf dem Papier. Es gilt nun, diese Regelungen auch umzusetzen.

Ressourcen und Unterstützung: Viele Unternehmen bieten spezielle Ressourcen und Unterstützung für LGBTQ+-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter an. Das können Netzwerke oder Gruppen sein, in denen sich Gleichgesinnte treffen können, um Erfahrungen auszutauschen und Unterstützung zu finden. Unternehmen bieten auch oft Schulungen und Sensibilisierungsprogramme an, um das Bewusstsein für LGBTQ+-Fragen zu schärfen und die Chancengleichheit am Arbeitsplatz zu fördern.

Vorurteile und Diskriminierung: Obwohl viele Fortschritte erzielt wurden, existieren immer noch Vorurteile und Diskriminierung gegenüber LGBTQ+-Menschen in einigen Arbeitsumgebungen. Homophobe oder transphobe Einstellungen können zu Mobbing, Ausgrenzung und beruflichen Nachteilen führen. Es ist wichtig, dass Arbeitgeber aktiv gegen Diskriminierung vorgehen, Beschwerdeverfahren einrichten und eine Null-Toleranz-Politik für jegliche Form von Diskriminierung am Arbeitsplatz verfolgen.

Outing am Arbeitsplatz: Die Entscheidung, sich am Arbeitsplatz zu outen, ist eine persönliche und individuelle Wahl. Einige LGBTQ+-Menschen fühlen sich sicher und unterstützt genug, um ihre Identität offen zu leben, während andere aus verschiedenen Gründen möglicherweise lieber zurückhaltender sind. Es ist wichtig, dass Arbeitgeber und Kollegen eine offene und unterstützende Umgebung schaffen, in der LGBTQ+-Menschen frei entscheiden können, ob und wann sie sich outen möchten.

Karrieremöglichkeiten und Aufstieg: LGBTQ+-Menschen sollten die gleichen Möglichkeiten zur Karriereentwicklung und zum Aufstieg haben wie ihre heterosexuellen und cisgeschlechtlichen Kolleginnen und Kollegen. Es ist wichtig, dass Leistungen und Fähigkeiten anerkannt und bewertet werden, unabhängig von der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität einer Person. Unternehmen sollten darauf achten, dass LGBTQ+-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter faire Aufstiegschancen haben und keine beruflichen Hindernisse aufgrund ihrer LGBTQ+-Identität erfahren.

Internationale Unterschiede: Wir möchten dabei anmerken, dass die Erfahrungen von LGBTQ+-Menschen in der Arbeitswelt von Land zu Land unterschiedlich sein können. Während einige Länder fortschrittliche Antidiskriminierungsgesetze haben und eine hohe Akzeptanz aufweisen, gibt es in anderen Ländern immer noch starke Vorurteile und Diskriminierung. Multinationale Unternehmen sollten sich bewusst sein, dass ihre LGBTQ+-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter in verschiedenen Ländern möglicherweise unterschiedliche Erfahrungen machen und entsprechende Unterstützung bieten.

Welche Massnahmen sollten ergriffen werden, um LGBTQ+-Menschen gleichzustellen?

Hier besteht noch so viel Nachholbedarf, von dem wir hoffen, dass die Schweiz diese wirklich zeitnah umsetzen wird.

  • Ein Mitarbeiter darf nicht aufgrund seiner sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität diskriminiert oder benachteiligt werden. Das gilt im Übrigen auch für den Bereich Beförderungen, Gehalt und Entlassungen.
  • Unternehmen haben die Verpflichtung dafür zu sorgen, dass sich Mitarbeiter untereinander respektieren und akzeptieren.
  • Mitarbeiter müssen geschützt werden. Das bedeutet, dass niemand sexuell oder sexistisch am Arbeitsplatz belästigt werden darf. Unternehmen sind in der Verpflichtung, entsprechende Massnahmen zu ergreifen, falls das doch der Fall sein sollte
  • LGBTQ+ Menschen sind heterosexuellen Paaren gleichzustellen. Das gilt im Besonderen für Bereiche wie für bezahlte Urlaube im Krankheits- oder Todesfall, Abwesenheiten aus familiären Gründen und Leistungen bei Berufsunfall/Berufskrankheit.
  • Lebenspartnerschaften unter LGBTQ+ Menschen sollten denen von Konkubinations Paaren gleichgestellt werden. Dabei sind besonders Sozialzulagen und Pensionskassenansprüche zu nennen, aber auch Elternurlaub
  • Was die betrieblichen Krankenkassen angeht, darf es hier und auch in der Taggeldregelung keine Diskriminierung oder Einschränkungen geben für HIV Kranke und auch bei geschlechtsangleichenden Operationen von Trans- oder zwischengeschlechtlichen Menschen.


Wie du sehen kannst, gibt es in der Schweiz noch viel zu tun. Auf dem Papier sieht alles sehr schön aus, es fehlt aber noch an der praktischen Umsetzung. Mittlerweile ist LGBTQ+ etwas so Normales, dass eine moderne Gesellschaft wie die Schweiz auch entsprechend darauf reagieren sollte.

Welche weiteren Beispiele hast du noch hinsichtlich Diskriminierung von LGBTQ+ in der Arbeitswelt?

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